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Eigenverwaltung

 

Sanierung in Eigenregie

Das Eigenverwaltungsverfahren (§ 270a InsO) bietet einem Unternehmen die Möglichkeit, die Instrumente der Insolvenzordnung zu nutzen, um sich finanz- und leistungswirtschaftlich neu aufzustellen. Um nur die wesentlichen Vorteile dieses Verfahrens zu nennen, kann es unter anderem ebenso wie in einem regulären Insolvenzverfahren

  • den Effekt aus der dreimonatigen Zahlung von Insolvenzgeld nutzen (Einsparung Personalkosten in dieser Zeit),
  • sich ohne Kündigungsfrist von Leasingverträgen oder sonstigen Finanzierungsverträgen befreien,
  • Mietverträge über Immobilien mit dreimonatiger Kündigungsfrist beenden,
  • Arbeitnehmer mit einer maximalen Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen,
  • einen Sozialplan abschließen, der auf maximal 2,5 Bruttomonatslöhne beschränkt ist.

 

Ein derartiges Verfahren kann in einem Zeitraum von sechs bis neun Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden.

Anders als bei einem regulären Insolvenzverfahren wird hier kein Insolvenzverwalter bestellt. Es wird lediglich ein (vorläufiger) Sachwalter bestellt, der den ordnungsgemäßen Ablauf des Verfahrens für die Gläubiger überwacht. Die Geschäftsführung des Unternehmens ist weiter voll handlungsfähig. Je nach Verfahrensgröße wird ein Gläubigerausschuss bestellt, der den Fortgang der Sanierung für die Gläubiger überwacht. In der Außenwirkung wird die Eigenverwaltung viel stärker als Sanierungsverfahren denn als Insolvenzverfahren wahrgenommen.

Damit ein solches Verfahren gelingen kann, ist es erforderlich, dass es professionell vorbereitet und umgesetzt wird. Die Insolvenz (in Eigenverwaltung) ist eine Chance, aber nur eine einmalige. Ohne Erfahrungen im Umgang mit allen an einem solchen Verfahren Beteiligten, lässt sich eine erfolgreiche Sanierung nicht erzielen. Allein die Erstellung eines Sanierungskonzeptes genügt nicht für ein erfolgreiches Verfahren. Die Kenntnis der Besonderheiten des Verfahrens und der Vorgehensweise der beteiligten Interessengruppen ist maßgeblich für den Sanierungserfolg. Wir besitzen diese Kenntnis aus einer Vielzahl von erfolgreichen Sanierungen in allen Unternehmensgrößen. Im Rahmen der Erstellung von Insolvenzplänen besitzen wir die Expertise aus mehr als 30 Planverfahren. Jeder der von uns zur Abstimmung gebrachten Insolvenzpläne ist von den Gläubigern angenommen worden.

Wir begleiten Sie mit unserem Team bei der Vorbereitung des Verfahrens und übernehmen auch unternehmerische Verantwortung in dem zu sanierenden Unternehmen. Für jedes Unternehmen stellen wir ein individuelles Team zusammen, welches alle erforderlichen Kompetenzen besitzt. Unser Leistungsspektrum umfasst:

  • Die Vorbereitung des Insolvenzantrages, einschließlich der Organisation des vorläufigen Gläubigerausschusses und der Person des Sachwalters in Abstimmung mit dem Insolvenzgericht.
  • Die Übernahme der Position eines Restrukturierungsbevollmächtigten oder der Geschäftsführung zur Schaffung von Vertrauen bei den wesentlichen Stakeholdern.
  • Die Planung oder Anpassung eines Sanierungskonzeptes auf den Fall der Eigenverwaltung einschließlich der Umsetzung.
  • Die operative Begleitung im Eigenverwaltungsverfahren bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen einschließlich Personalanpassungsmaßnahmen.
  • Die Abstimmung mit dem Insolvenzgericht, dem Gläubigerausschuss und dem Sachwalter.
  • Die Erstellung und Durchführung eines Insolvenzplans.

 

Fallbeispiele

Telba AG
ARMATURENBAU GmbH