online-Forum

+49 (0) 211 274 08-569 info@andrespartner.de

EN

Fallbeispiel Wilhelm Kirchhoff

 

Armaturensortimenter mit 146 Mitarbeitern und 45 Mio. Euro Umsatz

Mehrjährige Sanierung des Unternehmens außerhalb der Insolvenz konnte die Liquiditätskrise nicht erfolgreich beheben. Nach Insolvenzantragstellung suchte Dr. Dirk Andres mit der Geschäftsführung international einen Investor und führte zunächst den operativen Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weiter. Innerhalb von sechs Wochen wurde ein Investor gefunden, der den Geschäftsbetrieb im Rahmen eines Asset Deals in vollem Umfang übernimmt und weiterführt. Die Gläubiger werden eine ca. 70 prozentige Quote erhalten.

 

Key Facts

45 Mio. Umsatz

146 Mitarbeiter



70 Prozent Quote

Erhalt aller Arbeitsplätze

 

Ausgangssituation

Das Unternehmen befindet sich seit mehreren Jahren in einem Sanierungsprozess. Indieser Zeit  wurden bereits mehr als 200 Arbeitsplätze abgebaut und eine Vielzahl von operativen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Letztlich fehlten der Geschäftsführung im Oktober 2011 aber die liquiden Mittel, um den Geschäftsbetrieb weiterzuführen. Sie stellte daher wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am 24. Oktober Insolvenzantrag. Dr. Dirk Andres wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt.

 

Das Insolvenzverfahren

Das Unternehmen nutzte die vom Gesetzgeber seit 1999 gegebene Möglichkeit der frühzeitigen Antragstellung. Dr. Dirk Andres führte das Unternehmen in der vorläufigen Insolvenz fort. Problematisch bei der Fortführung war, dass ein Großteil der Ware von der Schuldnerin im asiatischen Raum bestellt wurde und auch nach der Antragstellung keine ausreichenden Mittel vorhanden waren, um zwingend erforderliche Warenbestellungen in Millionenhöhe bei den asiatischen Lieferanten zu platzieren. Dr. Dirk Andres began daher unverzüglich nach seiner Einsetzung als vorläufiger Insolvenzverwalter mit der Suche nach einem Investor. Diese Suche stand naturgemäß unter erheblichem Zeitdruck. Es wurden schließlich drei potentielle Interessenten aus dem Inland sowie dem asiatischen Ausland gefunden. Mit einem Interessenten konnte sodann nach nur sieben Wochen ein Übernahmevertrag unterzeichnet werden. Der vom Gericht eingesetzte vorläufige Gläubigerausschuss stimmt dem Vertrag zu.

Die ungesicherten Gläubiger erhalten in dem Verfahren voraussichtlich eine überdurchschnittliche Quote in Höhe von mehr als 70 Prozent. Die gesicherten Gläubiger werden vollständig befriedigt. Die durchschnittlich in Deutschland erzielte Quote für Insolvenzgläubiger liegt bei 5,4 Prozent.


Ergebnis

Alle Arbeitsplätze konnten durch die Sanierung erhalten bleiben. Die ungesicherten Gläubiger erhalten eine weit überdurchschnittliche Quote von ca. 70 Prozent. Die gesicherten Gläubiger werden vollständig befriedigt. Das Unternehmen konnte in weniger als zwei Monaten saniert werden.

 

Ausgewählte Medienberichterstattung

Armaturen-Sortimenter Wilhelm Kirchhoff verkauft (IKZ-Haustechnik, 14. Dezember 2012)

146 Arbeitsplätze bei Kirchhoff bleiben erhalten (Iserlohner Kreisanzeiger, 13. Dezember 2012)

Insolvenzgeld für 150 Beschäftigte beantragt (Iserlohner Kreisanzeiger, 28. Oktober 2011)