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Fallbeispiel ARMATURENBAU GmbH

 

Sanierung durch Eigenverwaltung in neun Monaten

Die ARMATURENBAU GmbH aus Wesel mit rund 350 Mitarbeitern war in eine Absatz- und Ergebniskrise geraten. Dr. Dirk Andres analysierte gemeinsam mit seinem Team die Handlungsoptionen mit einem Quick Check. Die Geschäftsführung entschied, mit Mitteln des Insolvenzrechts, einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, wesentliche Schritte der erforderlichen Restrukturierung durchzuführen. Im Rahmen des Verfahrens wurden entscheidende Sanierungsmaßnahmen umgesetzt und unter anderem 60 Arbeitsplätze abgebaut. Nach neun Monaten verließ das Unternehmen gestärkt das Eigenverwaltungsverfahren. Die Gesellschaft und beide Standorte sowie rund 290 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

 

Key Facts

30 Mio. Euro Umsatz

350 Mitarbeiter



9 Monate Verfahrensdauer

85 Prozent der Arbeitsplätze gesichert

 

Ausgangssituation

Das Unternehmen befand sich aufgrund Veränderungen in der Öl- und Gas-Branche seit Mitte 2015 in einer Absatz- und Ergebniskrise. Die bereits geplanten Sanierungsmaßnahmen für eine effizientere Produktion sowie die Anpassung der Personalstruktur konnten aus den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht umgesetzt werden. Insbesondere die Kosten des Personalabbaus außerhalb eines Insolvenzverfahrens konnten nicht getragen werden. Das Unternehmen erstellte in Zusammenarbeit mit AndresPartner ein Konzept für eine Sanierung über ein Eigenverwaltungsverfahren. Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres wurde zum Restrukturierungsbevollmächtigten ernannt. Anfang April 2016 stellte das Unternehmen den Antrag auf Eigenverwaltung beim Amtsgericht Duisburg.

Das Insolvenzverfahren

Die ARMATURENBAU GmbH stellte Anfang April 2016 unterstützt von AndresPartner einen Insolvenzantrag sowie einen Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung. Das Unternehmen nutzte damit die vom Gesetzgeber neu geschaffene Möglichkeit der Sanierung in Eigenverwaltung. Dem Antrag wurde vom Gericht stattgegeben. Dr. Dirk Andres wurde von der Geschäftsführung zum Generalbevollmächtigten für die Restrukturierung ernannt. In Zusammenarbeit mit Dr. Andres und seinem Team führte die Geschäftsführung das Unternehmen unter Aufsicht eines Sachwalters fort. Aufgrund des Sanierungsplans konnten Folgeinsolvenzverfahren der Tochtergesellschaft vermieden werden. AndresPartner bereitete in den darauf folgenden Wochen den Insolvenzplan vor. In der vorläufigen Eigenverwaltung wurden die bereits vorher erarbeiteten Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich des Personals umgesetzt. Es wurden rund 60 Arbeitsplätze mittels einer Transfergesellschaft abgebaut. Daneben wurde damit begonnen, die Verbesserungsmaßnahmen in der Produktion und dem Vertrieb umzusetzen. Am 1. Juli 2016 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Im Oktober 2016 wurde der von AndresPartner vorbereitete Insolvenzplan dem Insolvenzgericht vorgelegt. Einen Monat später, im November 2016, fand der Erörterungs- und Abstimmungstermin über den Insolvenzplan statt. Die Gläubiger stimmten dem Plan einstimmig zu.

Ergebnis

Das Verfahren wurde Ende Dezember 2016 aufgehoben. Die Gläubiger erhielten bereits rund vier Wochen nach Aufhebung des Verfahrens die vollständige Quotenzahlung. Mehr als 85 Prozent der Arbeitsplätze können erhalten werden. Das Unternehmen ist wieder profitabel am Markt tätig. ARMATURENBAU verlor keinen Kunden und Lieferanten. Die finanzierende Bank begleitet das Unternehmen auch weiterhin nach dem Verfahren.

 

Ausgewählte Medienberichterstattung

Armaturenbauer sichert in Wesel 140 Arbeitsplätze (Rheinische Post, 6. Januar 2017)

Armaturenbau GmbH baut 60 Stellen ab (Rheinische Post, 6. Juli 2016)

60 Beschäftigte müssen gehen (WAZ, 4. Juni 2016)

Arbeitsplätze in Gefahr (Rheinische Post, 7. April 2016)

Insolvenz bei Armaturenbau Ginderich (WAZ, 7. April 2016)