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Pressemitteilung

Kodi Retail GmbH erwirbt Vermö­gens­werte der Kodi Handels GmbH – Amtsge­richt eröffnet Insol­venz­ver­fahren in Eigen­ver­waltung

Die Marke KODi bleibt mit 100 Filialen bestehen – Zentrale in Oberhausen und 43 Filialen werden geschlossen

Die Kodi Retail GmbH, hinter der eine internationale Investorengruppe steht, hat wesentliche Vermögenswerte der Kodi Handels GmbH erworben, darunter die Einrichtungen und Warenbestände von 100 Filialen. Über die wirtschaftlichen Bedingungen und die vertraglichen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Mit der Transaktion wird eine solide Grundlage für die Fortführung des Einzelhandelsdiscounters geschaffen. Die Kodi Retail GmbH wird künftig von Rüdiger Grommes und Frank Tepaß geführt. Entscheidungen über den künftigen Einsatz der erworbenen Vermögenswerte trifft die Erwerberin eigenständig.

Von der Kodi Retail GmbH übernommen werden die folgenden Standorte (100): Bad Honnef, Bad Lippspringe, Bad Neuenahr, Bergisch Gladbach Bensberg, Bergisch Gladbach Refrath, Bocholt, Bochum-Langendreer, Bochum-Linden, Bonn-Bad Godesberg, Bonn Hans-Böckler-Straße, Bonn-Duisdorf, Bottrop Osterfelder Straße, Bottrop-Kirchhellen, Brüggen, Brühl, Castrop-Rauxel, Datteln, Dinslaken-Hiesfeld, Dormagen, Dortmund-Hombruch, Dortmund-Mengede, Duisburg-Buchholz, Duisburg-Meiderich, Duisburg-Neudorf, Duisburg-Neumühl, Duisburg-Walsum, Düren, Düsseldorf-Benrath, Düsseldorf-Bilk, Düsseldorf-Flingern, Düsseldorf-Garath, Düsseldorf-Gerresheim, Düsseldorf Himmelgeister Straße, Düsseldorf-Holthausen, Düsseldorf-Wersten, Erftstadt, Erkrath-Hochdahl, Eschweiler, Essen-Borbeck, Essen-Frintrop, Essen-Kray, Essen-Rüttenscheid, Euskirchen, Frankenthal, Gelsenkirchen-Erle, Gelsenkirchen-Horst, Gevelsberg, Gladbeck-Rentfort, Grevenbroich-Wevelinghoven, Gronau, Haan, Haltern am See, Hamm, Hamminkeln, Hamm-Werries, Heinsberg, Herne, Kaarst, Karlsruhe, Kempen, Kevelaer, Kleve Herzogstraße, Kleve Hoffmannallee, Köln-Ehrenfeld, Köln-Eigelstein, Köln-Mülheim, Köln-Porz, Köln-Rodenkirchen, Köln Severinstraße, Köln-Zollstock, Krefeld Hochstraße, Krefeld-Hüls, Krefeld-Uerdingen, Lennestadt Altenhundem, Leverkusen-Rheindorf, Leverkusen-Schlebusch, Lippstadt, Moers-Repelen, Mönchengladbach-Giesenkirchen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen Bero-Center, Oberhausen-Schmachtendorf, Oberhausen-Sterkrade, Recklinghausen, Remscheid-Lennep, Rheinberg, Rösrath, Schmallenberg, Schwalmtal-Waldniel, Sinzig, Soest, Sprockhövel, Straelen, Viersen-Süchteln, Waldbröl, Wesel, Willich, Winterberg, Wuppertal-Elberfeld (Grünstraße), Wuppertal-Ronsdorf

Für einen Standort ist noch keine Entscheidung getroffen.

Für die übrigen Standorte konnte trotz intensiver Prüfung und zahlreicher Gespräche keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden. An diesen Standorten hat es einen Abverkauf des vorhandenen Warenbestands gegeben. Auch die Zentrale in Oberhausen wird geschlossen. Die von den Schließungen betroffenen rund 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Kündigung erhalten.

Geschlossen werden die folgenden Standorte (43): Aachen, Ahaus, Alpen, Bochum-Drehscheibe, Duisburg-Rheinhausen, Duisburg-Rumeln, Duisburg-Wanheimerort, Düsseldorf-Oberbilk, Emmerich, Erkelenz, Essen-Kupferdreh, Essen-Steele, Gelsenkirchen-Buer, Herne Wanne-Eickel, Herzogenrath, Jülich, Köln Friesenplatz, Köln-Kalk, Köln-Nippes, Köln-Sürth, Königswinter, Langenfeld, Lohr am Main, Lünen, Mettmann, Moers, Mönchengladbach-Wickrath, Münster-Hiltrup, Neukirchen-Vluyn, Neuss, Oberursel, Selfkant-Tüddern, Siegburg, Solingen Kirchstraße, Solingen-Ohligs, Tönisvorst, Waltrop, Wuppertal-Barmen, Wuppertal-Cronenberg, Wuppertal-Elberfeld (Friedrich-Ebert-Straße), Wuppertal-Vohwinkel, Würselen, Zülpich

„In den vergangenen Monaten haben wir intensiv nach einer Lösung für möglichst viele Standorte gesucht. Dass für einen Teil der Filialen eine Erwerberin gefunden werden konnte, ist ein wichtiges Ergebnis dieser Bemühungen. Ich freue mich sehr, dass dadurch auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Perspektive erhalten und die Marke KODi weitergeführt werden kann. Zugleich bedaure ich, dass es für die übrigen Standorte keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gab und dadurch Arbeitsplätze verloren gehen“, erklärt Fabian Grund, Geschäftsführer der Kodi Handels GmbH. „Mein besonderer Dank gilt allen, die in unseren Filialen und in der Zentrale arbeiten. Die vergangenen Monate waren für viele mit großer Unsicherheit und einer erheblichen Belastung verbunden. Trotzdem haben sie sich Tag für Tag für KODi und unsere Kundinnen und Kunden eingesetzt. Dieses Engagement verdient großen Respekt, und dafür bin ich sehr dankbar.“

„Wir freuen uns, dass wir in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine tragfähige Lösung für das Unternehmen erarbeiten konnten, die den Interessen aller Beteiligten bestmöglich Rechnung trägt“, sagt Prof. Dr. Dirk Andres, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei AndresPartner, der den KODi-Sanierungskurs als Generalbevollmächtigter mit seinem Team begleitet.

Das Amtsgericht Halle (Saale) hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung heute eröffnet. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing bestellt. Er war zuvor bereits vorläufiger Sachwalter. Er begleitet das Verfahren unabhängig und überwacht die Geschäftsführung im Interesse der Gläubigerinnen und Gläubiger. 

Alle Mitarbeitenden sind über die Entscheidungen und die weiteren Schritte informiert.

Hintergrund:

Die Kodi Handels GmbH („KODi“) hatte beim Amtsgericht Halle (Saale) im Juli 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Die Geschäftsführung blieb dabei handlungs- und weisungsbefugt und handelte unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters in eigener Verantwortung. Mit dem Schritt reagierte das Unternehmen auf die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im deutschen Einzelhandel. Neben einer unverändert schwachen Konsumstimmung belasten insbesondere der zunehmende Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle, hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten sowie gleichzeitig hohe Mietkosten das Unternehmen erheblich. Im eigenverwalteten Insolvenzverfahren wird KODi von der Insolvenz- und Sanierungskanzlei AndresPartner unterstützt, die auch die unabhängig hiervon laufende Sanierung der Schwestergesellschaft MÄC GEIZ begleitet. Dies erfolgt, um den insolvenzrechtlichen Besonderheiten und den daraus resultierenden Pflichten Rechnung zu tragen. Das Team verfügt über langjährige Erfahrung in der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen und hat bereits zahlreiche Transformationsprozesse begleitet, darunter auch bei namhaften Einzelhandelsunternehmen unterschiedlicher Marktsegmente.

Weitere Informationen:

Die Kodi Handels GmbH mit Sitz in Landsberg versorgt seit 1981 Kundinnen und Kunden mit vielen Produkten des Alltags. Das Haushalts- und Drogeriesortiment umfasst mehr als 2.700 Artikel unter anderem aus den Bereichen Reinigen, Kochen, Dekorieren, Heimwerken, Textilien und Lebensmittel. Das Unternehmen setzt dabei auf namhafte Herstellermarken und attraktive Eigenmarken. Zuletzt betrieb KODi bundesweit 144 Filialen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen und beschäftigte knapp 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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